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Rückblick: Motivierende Gesprächsführung

Veranstaltung
Zeit: 25.03.2026, 10:00 - 11:30
Online/Präsenz: Online

Im Rahmen des 13. Fachaustauschs beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage, wie Gespräche gestaltet werden können, wenn bei Klient*innen kaum Motivation spürbar ist. Rund die Hälfte der Anwesenden berichtete von entsprechenden Situationen im Arbeitsalltag.

Zentrale Impulse lieferte Ellen Brauner mit einem fachlichen Input zur Motivierenden Gesprächsführung (MI). Dabei wurden insbesondere die Grundhaltungen Akzeptanz, Kooperation, Mitgefühl und Evokation hervorgehoben. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem gemeinsamen Arbeiten im Gespräch sowie auf dem konstruktiven Umgang mit Ambivalenzen.
In den anschließenden Breakout‑Sessions wurden wiederkehrende Herausforderungen identifiziert, darunter strukturierter Schriftverkehr, geringe Zuversicht und ein niedriger Selbstwert bei Klientinnen. Daraus wurden konkrete Ansätze für die Praxis abgeleitet, welche die Teilnehmenden künftig in ihre Arbeit einfließen lassen wollen. Dazu zählen unter anderem eine wertschätzende Sprache („und“ statt „aber“), die Anpassung an das individuelle Tempo der Klientinnen, das Sichtbarmachen von Ambivalenzen sowie Methoden wie Reframing oder die Entscheidungswaage zur Unterstützung von Veränderungsprozessen.

Der Fachaustausch machte deutlich, dass Motivierende Gesprächsführung nicht nur eine Methode, sondern eine grundlegende Haltung darstellt, die Verbindung schafft, Ressourcen aktiviert und nachhaltige Entwicklung unterstützt.